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Rumaenien

Im Grenzort kurz vor der rumaenischen Grenze haben wir uns noch eine originelle Kirche angeschaut, uns ueber die vielen Radfahrer in dieser Gegend gewundert und sind dann ohne Probleme ueber die Grenze gekommen. Visum brauchten wir keines mehr, da Rumaenien vor kurzem Mitglied der EU geworden war. Unser Weg fuehrte uns an diesem Tag ueber Satu Mare nach Baia Mare, wo wir das sehenswerte Mineralienmuseum besuchten. Rund um Baia Mare gibt es in der Region Maramures jede Menge alter und neuer Holzkirchen zu bestaunen, die aufgrund ihrer Groesse und Handwerkskunst wirklich sehr beeindruckend sind. An Haeusern mit aus Holz geschnitzten Toreinfahrten, riesigen Heuhofen und Pferdefuhrwerken vorbei ging es weiter zu einer ganz speziellen Attraktion: In Ocna Sugatang gibt es naemlich ein grosses Schwimmbecken, das mit einer hochprozentigen Salzwasserloesung aus einem unterirdischen Salzvorkommen angefuellt ist. Beim Schwimmen kommt man sich aufgrund des hohen Salzgehaltes vor wie im Toten Meer, und auf dem Ruecken liegend kann man Zeitung lesen – echt geil!

Die naechste Attraktion war schliesslich der “Lustige Friedhof” in der Ortschaft Sapanta. Neben der Kirche befinden sich liebevoll gepflegte Graeber, auf deren Holzkreuzen in kuenstlerischer Form auf lustige und leicht ironische Art das Leben und die Todesart der Verstorbenen in Wort und Bild dargestellt werden.

Von Sapanta aus konnte man ueber den Grenzfluss in die Ukraine schauen; wir schauten aber lieber den Pferdefuhrwerken und den Rindern auf ihrem Weg nach Hause zu, fuhren auf einer immer schlechter werdenden Strasse weiter Richtung Osten und uebernachteten auf einem Parkplatz bei Borsa. Tags darauf ging es auf der weiterhin schlechten Strasse rauf auf einen Pass und weiter durch die unendlichen Waelder der Karpaten. Wir fuhren durch einsame Bergdoerfer, schauten Maennern mit ihren Pferden bei der Holzarbeit zu, und ich musste zwischendurch immer wieder anhalten, um wieder mal eine der vielen Kirchen zu fotografieren, die teilweise sehr bunt und kreativ bemalt sind. Zwischendurch nahmen wir immer wieder Autostopper mit, da es in dieser abgelegenen Gegend kaum oeffentliche Verkehrsmittel gibt.

Mittags erreichten wir das erste Moldaukloster Moldavita und waren begeistert von der Architektur und Bemalung dieser alten Klosteranlage. Wir besuchten noch ein 2. Kloster und machten uns dann auf den Weg nach Bukarest. “Moped” schimpfte staendig ueber die schlechten Strassen, und er hatte recht, denn aufgrund der “Rumpelpisten” und der vielen Baustellen kamen wir nur langsam vorwaerts. Uebernachtet haben wir an einem Fluss, an dem auch schon Zigeuner mit ihren Planwagen lagerten. Ich hatte keine Angst neben ihnen zu lagern, und am Morgen haben wir uns vorgestellt, ihre Planwaegen bestaunt und einige Suessigkeiten an die Kleinen verteilt. Ich machte einige Fotos nette Fotos, liess mir ihre Adresse geben und versprach ihnen die Fotos per Post zu schicken. Wir fuhren dann weiter nach Bistrita, von wo es dann endlich wieder gute Strassen gab. Unsere heutige Etappe fuehrte uns nach Tirgu Mures und weiter ins wunderschoene Sigisoara/Schaessburg. Die Region Siebenbuergen (der Name kommt von “7 Burgen”), die lange Zeit von Deutschen bewohnt wurde, hat viele Sehenswuerdigkeiten zu bieten, unsere Zeit war aber leider sehr begrenzt, sodass wir an diesem Tag nur mehr die beruehmte Wehrkirche in Biertan sowie den Stadtplatz und die Schwarze Kirche in Brasov besuchen konnten.

Wehrkirche in Biertan



Die Nachtfahrt ueber enge Strassen mit viel Verkehr nach Ploisti war dann noch sehr muehsam, aber danach gab es endlich ein Stueck Autobahn und kurz vor Mitternacht erreichten wir Bukarest und quartierten uns bei meiner Schwester Susie mit ihren 3 Kindern ein, die ich schon lange Zeit nicht mehr gesehen hatte. Tags darauf besuchten wir gemeinsam die British School of Bukarest und Leas Klasse beteiligte sich mit Begeisterung am Malprojekt. Den naechsten Tag nuetzten wir fuer eine Bescihtigung der Altstadt und des Ceaucescu Palastes, der bei abendlicher Beleuchtung sehr impossant aussieht.

Ceaucescu Palast



Tags darauf, am 1. Juli, hiess es leider Abschied nehmen von meiner Schwester und den 3 Kleinen, die einen Tag spaeter ihren Haushalt aufloesten und nach Belgrad uebersiedelten. 2 Stunden spaeter ueberquerten wir auf einer abenteuerlichen Bruecke die Donau und reisten ohne Problem in Bulgarien ein.

 
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