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Indien

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Jaipur, 12.11.2007

Liebe Freunde!

Golden Temple in IndiaIch habe es geschafft - ich bin in Indien! Ich habe montags mein Carnet bekommen und bin tags darauf nach Lahore gefahren. Habe 2 sehr interessante Tage in Lahore verbracht und bin freitags ueber die Grenze gefahren. War sehr froh, als ich wegen der politisch unsicheren Lage in Pakistan endlich in Indien war! In Amritsar habe ich den Goldenen Tempel der Sikhs besucht und hatte eine wunderbare Zeit dort, da gerade das Lichtfest Diwali, eines der wichtigsten indischen Feste, gefeiert wurde.

Bei mir laeuft momentan alles bestens und ich habe gestern die 3 Maedels vom Flughafen in Delhi abgeholt und ihnen die Stadt gezeigt. Heute sind wir in Jaipur angekommen und bis jetzt sind wir alle 4 von Indien und dem koestlichen Essen begeistert. Die naechste Zeit werden wir in Rajasthan verbringen und in einer Woche beginnt das fantastische Kamelfest in Pushkar - wird echt super werden!
Ganz liebe Gruesse aus dem wunderbaren und warmen Rajasthan
mukti


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Pushkar, 23.11.2007

Liebe Freunde (im kalten Oesterreich)!

PushkarIch habe heute in Pushkar einen schnellen Internetzugang gefunden und mein Pakistan Fotoalbum neu arrangiert. Es ist noch nicht ganz komplett, wird euch aber dennoch einige schoene Eindruecke von Pakistan (Beluchistan, Karakorum, Chitral, Kalash People, Peshawar und Islamabad) vermitteln koennen. Ich hoffe, dass die 101 Fotos nicht zuviel sind. Hier nun der Link:

https://fotoalbum.web.de/gast/mukti/Shambhala-Fotos_Pakistan

Viel Freude beim Anschauen und ganz liebe Gruesse aus dem faszinierenden Pushkar mit dem grossartigen Kamelfestival! Mukti

Aurangabad, 19.12.2007

Liebe Freunde!

Bei euch riecht es schon sicher nach Weihnachtsgebaeck und ihr efreut euch an wunderschoenen besinnlichen Melodien, waehrend ich hier tagsueber in der indischen Sonne schmorre und mir die laermenden Inder anhoeren muss. Naja, ganz so schlimm ist es denn doch nicht hier, Weihnachtsstimmung kommt bei mir derzeit noch nicht auf, aber mit viel Sonne jeden Tag und die Vorfreude auf Weihnachten in Goa laesst es sich doch recht gut leben.

Sorry, dass ich mich erst so spaet melde, aber ich hatte viel zu tun. 3 Wochen lang war ich mit den 3 Maedels unterwegs, denen ich die schoensten Orte und Plaetze Rajasthans sowie Agra, Orchha und Varanasi gezeigt habe. Wir hatten eine gute und interessante Zeit miteinander und seit ihrem Rueckflug am 1.12. ist es in meinem Bus sehr ruhig geworden. Allerdings ist in der Zeit unseres gemeinsamen Reisens so viel passiert, dass das alles kaum auf eine indische Kuhhaut passt! Aber ich werde es euch in aller gegebenen Kuerze zu schildern versuchen:

Meine brave Nikon ist mir in Udaipur runtergefallen, wobei einige Objektivblenden kaputt gegangen sind. Das Objektiv liess sich in Delhi nicht mehr hundertprozentig reparieren, sodass ich mir ein neues SIGMA 18-200mm gekauft habe.

Bei einer Hochzeit in Bikaner habe ich dann beim (wahrscheinlich allzu wilden) Tanzen mein in Pakistan gebraucht gekauftes Handy verloren, das ich sonst nie in der Hosentasche getragen habe.

AurangabadIn Fatehpur Sikri hatte ich dann noch eine kleinen Streifschaden mit meinem Ganesha und zu guter Letzt ist mir mein Laptop aus dem Zugabteil geklaut worden, als ich mit den Maedels abends von Jhansi nach Varanasi gefahren bin. Ein paar Tage spaeter habe ich Ganesha wieder in Jhansi am Bahnhof abgeholt und durfte um Mitternacht nicht mehr in mein Auto, da laut Polizeibericht ein (gestohlener) Laptop im Auto liege!!! Habe dann noch einen (netten) Polizisten aufgetrieben, der mein Auto durchsucht und nichts gefunden hat -musste dabei an Kafka und seine Geschichten denken! Naechsten Tag hat er dann recht eindrucksvoll alle verdaechtigen 35 Gepaeckstraeger aufmarschieren lassen und ich konnte unsere beiden Traeger auch rausfinden, aber beweisen konnten wir den Verdaechtigen nichts! Vielleicht steckt da auch eine Art Mafia dahinter! Schade um meinen Lapi!

Seit ein paar Tagen habe ich nun endlich eine indische Zusatzversicherung, da unsere KFZ-Haftpflicht hier ja sowieso nicht gilt. War auch eine ganz spannende Story, wie ich fuer indische Verhaeltnisse doch noch ziemlich schnell zu einer Versicherung gekommen bin, weil die meisten Versicherungen Ganesha wegen seiner 15 Jahre nicht mehr versichern wollten. Dabei ist er in einem wesentlich besseren Zustand als die meisten indischen Vehikel! Heute habe ich uebrigens in einem Abstand von knapp einem Kilometer 2 schwere Unfaelle gesehen und bin sehr dankbar, dass ich bisher immer Glueck gehabt habe. Ich hatte noch nicht mal einen Reifenschaden und hoffe, dass das auch so bleiben wird!

Ja, und die Malaktion habe ich uebrigens letzten Mittwoch in Khajuraho - der Stadt der Liebe (Kama Sutra Tempel!) - beendet. 20 Maedchen haben mit Begeisterung das letzte Stueck Stoff bemalt und 160 haben das Transparent in ausgerolltem Zustand gesehen. Und alle hatten wir riesige Freude damit. Und auch ein Journalist war dabei, der ein Bild davon in die Zeitung geben wird! Das werde ich dann mit nach Hause nehmen und den Kindern und Lehrerinnen in der VS in Schenkenfelden zeigen.

Tja, ohne die 3 Maedels ist es ja fast ein bisserl fad geworden. Ich habe nun mein (teilweise) ruhiges Reisetempo und mehr Zeit fuer mich, aber dafuer ist es auch immer wieder spannend geworden, wo ich mit meinem Gani uebernachten werde, dem ich demnaechst neue (gebrauchte) Stossdaempfer vorne spendieren werde, die mir die Sumana aus Wien nach Cochi mitnehmen wird. Manche Nebenstrassen hier in Indien sind naemlich keine Strassen sondern eine Katastrophe!

Indien ist wirklich ein Land der extremen Gegensaetze! Waehrend ich ueber die anderen von mir bereisten Laender fast nur Positives zu berichten wusste, ist das in Indien ganz anders! Wunderschoene Palaeste neben Schmutz und bitterstem Elend und dazwischen immer wieder lachende Gesichter und strahlende Kinderaugen! Manchmal fuehle ich mich ganz fantastisch und geniesse die wunderbare Freiheit des Reisens, die Magie von(verfallenen) Burgen und Palaesten und die rege Betriebsamkeit von Tempeln und Pilgerstaetten. - Und ein anderes Mal gehen mir dann die vielen lauten und unfreundlichen Inder auf die Nerven, die kaum Ruecksicht aufeinander nehmen und die meist immer nur auf ihren Vorteil aus sind. Die Hindugesellschaft ist naemlich eine ziemlich brutale Gesellschaft, in der die Gesetze des Kasten(un)wesen leider immer noch eine bedeutende Rolle spielen. Bezeichnenderweise bin ich heute zum ersten Mal in Indien von einem MUSLIM zum Tee und zum Essen eingeladen worden, fuer die Gastfreundschaft naemlich einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Inder, die mit Touristen zu tun haben und zu irgendwas einladen, machen das fast immer nur aus Berechnung. Aber ich bin trotzdem sehr froh, dass ich in Indien bin, denn zum Einen ist es schoen warm hier und zum Anderen gibt es immer noch viel Spirituelles zu entdecken, obwohl schon viel von der "religioesen Aura" Indiens verloren gegangen ist, da fuer viele der Hauptgott die indische Rupee geworden ist!

In der Zwischenzeit habe ich natuerlich wieder viele schoene Fotos gemacht, die ich in ca. 1-2 Wochen ins Album stellen werde. Nach der 3-woechigen Rundreise habe ich die wunderschoenen Jaintempel mit den erotischen Darstellungen in Khajuraho besucht, den beeindruckenden Stupa in Sanchi und danach die ehemalige regionale Hauptstadt Mandu, wo es viel zu entdecken gibt und nur wenig Touristen sind. Ich habe dann 2 Hindu-Pilgerorte am Narmadafluss besucht (Maheshwar und Omkareshwar) und habe heute die alten buddhistischen Hoehlen in Ajanta bewundert. Morgen geht es dann weiter zu den Hoehlen von Ellora und dann weiter nach Puna. Und dann geht es weiter Richtung Goa, wo ich dann mit einem Freund (Joachim aus Deutschland) Weihnachten verbringen werde.

Ich freue mich schon aufs Meer, die Palmen, die freundlicheren Suedinder und auf vieles mehr! Euch wuensche ich hingegen, dass ihr euch beim Lesen dieses langen Berichts nicht gelangweilt habt! Vor allem wunsche ich euch aber

FROHE WEIHNACHTEN

und gruesse euch ganz herzlich aus Aurangabad!
Mukti

Goa, 26.12.2007

Liebe Freunde!
GoaGanz herzlichen Dank fuer die vielen Weihnachtswuensche, die ich im fernen Goa von euch bekommen habe. Ich habe mich sehr darueber gefreut und habe hier in Anjuna Beach sehr angenehme Weihnachten zuerst am und im Meer und dann mit Freunden beim Weihnachtsessen unter Palmen verbracht. Nur der Kirchgang danach um 23:30 war etwas langweilig (nach 1,5 Stunden sind wir dann durch einen Seiteneingang verschwunden), aber alles andere hier ist echt schoen und ich kann mich hier von den vielen teilweise sehr anstrengenden Kilometern auf indischen Strassen erholen!

In der Anlage seht ihr, wie man Weihnachten einmal anders erleben kann (Wassertemperatur 28 Grad!)! Kann ich nur waermstens empfehlen!

Liebe Gruesse aus Goa und noch viel Freude im alten Jahr!
Mukti

Aleppey, 19.1.2007

Liebe Freunde!

Tja, hier im wundeschoenen Kerala gibt es wirklich viel zu sehen und zu feiern! In Goa, Karnataka und Kerala sind die Menschen viel freundlicher, hilfsbereiter und gebildeter als im Norden. Hier macht das Reisen wieder richtig Freude! Und heute habe ich mir einige ganz besondere Leckerbissen gegeoennt: Vormittags bin ich mit einem sehr netten Einheimischen und dessen Familie 3 Stunden lang per Boot durch die Backwaters gefahren.
Die Backwaters sind ein riesiges vernetztes System von Wasserstrassen, Kanaelen und Insel, auf den Menschen leben und die man als Tourist per Motorboot, Hausboot oder Paddelboot erkunden kann. Alles ist sehr friedlich und ruhig, wundervoll gruen und die Vegatation einfach fantastisch. Man koennte hier viele Naechte auf den schoenen hoelzernen Hausbooten verbringen, aber das kaeme dann doch etwas teuer. Da ziehe ich es vor, in meinem braven Gani zu schlafen, der sich bis jetzt sehr brav gehalten hat. Letzte Woche habe ich ihm wieder ein Service gegoennt, nachdem ich nun schon ueber 30000km mit ihm zurueckgelegt habe!!! - Und nachmittags gab es dann koestlichen Haifisch in mehreren Variationen zu essen, den ich morgens ganz frisch auf dem Markt gekauft und den die Frau meines Bekannten Kasim anschliessend ganz vorzueglich zubereitet hat.

Und derzeit gibt es auch viele Tempelfeste zum Mitfeiern hier, bei denen ich in den letzten Tagen sehr viel gesehen und vor allem auch gehoert habe, denn dabei geht es immer sehr laut her. Aber diese tolle Lautstaerke gehoert einfach dazu und kann auch zu ekstatischen und berauschenden Zustaenden fuehren. Ich habe dabei sehr viele Einheimische kennen und schaetzen gelernt - u.a. auch viele Musikanten und Elefantenfuehrer, denn zu einem echten Festival hier gehoeren einfach Elefanten dazu. Im Shiva Tempel in Ernakulam waren meist 7 wunderschoen geschmueckte Elefanten an den Prozessionen um den Tempel beteiligt, und zusammen mit dem tollen zusaetzlichen kulturellen Programm (Trommelmusik, Kathakali Tanz usw.) konnte ich mich fast nicht losreissen von der Magie dieser Feste. Anfangs habe ich sehr viel fotografiert, da das alles einfach faszinierend
und berauschend war. Danach habe ich mich einfach treiben lassen und das bunte und wilde Treiben einfach voll genossen.

Meine Bekannte aus Wien ist inzwischen weiter Richtung Sueden gezogen, da ihr die Tempelfeste zu laut sind und sie hauptsaechlich am Baden interssiert ist. Nun bin ich wieder alleine unterwegs, was aber angesichts der Kontaktfreudigkeit der Einheimischen nicht weiter tragisch ist! Heute war ich mit meiner Gastfamilie in einem kleinen Dorf, wo wir die zukuenftige Braut eines Verwandten und anschliessend noch die Mutter seiner Frau besucht haben. Das Interesse an mir und meinem Bus war riesengross, da noch nie ein Tourist mit seinem Auto in diesem kleinen Dorf am Meer war. Die Menschen hier sind unglaublich freundlich, laecheln fast die ganze Zeit und lassen sich auch sehr gerne fotografieren. So konnte ich heute wieder jede Menge gelungener Fotos machen und fuer viel Heiterkeit und Gelaechter sorgen, wenn ich ihnen die Bilder auf dem Monitor zeigte. Ich habe vor,
die Bilder bald einmal ins Netz zu stellen.

Bis dahin muesst ihr euch noch ein wenig gedulden, denn morgen gibt es einen weiteren Grund zum Feiern: Morgen werde ich naemlich den Eintritt in ein neues Lebensjahr (bin dann 48!) im Kreise meiner Gastfamilie feiern und mich wieder toll bekochen lassen. Ihr koennt aus der Ferne gerne ein wenig mitfeiern mit mir und auch erste visuelle Eindruecke ueber Indien gewinnen, indem ihr euch meine Fotos aus Rajasthan anschaut, das ich ja mit
meinen 3 Begleiterinnen sehr ausgiebig bereist habe. Die Maria aus Reichenau hat uebrigens ueber diese fuer sie sehr beeindruckende Reise in der aktuellen Urfahraner Rundschau berichtet und ihre vielfaeltigen aeusserst Eindruecke widergegeben.

Ich wuensche euch nun viel Freude beim Anschauen meines Fotoalbum, das ich demnaechst noch ein wenig ergaenzen werde, und gruesse euch ganz herzlich aus dem tropischen Aleppey - dem "Venedig des Ostens"!
Euer Mukti

Hier nun der Link:

https://fotoalbum.web.de/alben/mukti/Shambhala_Fotos_Rajasthan/miniatur

 

Varkala, 8.2.08

Liebe Freunde!

VakalsZuerst einmal ganz herzlichen Dank fuer die vielen lieben Glueckwuensche zu meinem Geburtstag, den ich in Aleppey gefeiert habe. Morgens gab's schmackhaftes Muesli (aus Oesterreich), mittags wieder koestlichen Fisch und abends ein kuehles Kingfisher Bier nach dem Baden am Palmenstrand. 2 Tage spaeter fiel mir dann der Abschied von der Gastfamilie und den Nachbarn recht schwer, da u.a. das Nachbarmaedchen (eine Muslima) unglaublich huebsch und charmant und mit 19 noch nicht verheiratet ist. Die Maedchen bekommen hier nur sehr schwer Jobs, wenn sie aus der Schule kommen und muessen dann geduldig warten, bis ihre Familie eine Heirat arrangiert. Ihre Familie haette nichts gegen einen oesterr. Schwiegersohn gehabt ... Aber soviel Abenteuer auf einmal wollte ich dann doch nicht erleben. So kaufte ich lieber der 16-jaehrigen Tochter meines Freundes Kasim eine SINGER Naehmaschine, damit sie selber ihr Geld verdienen kann. Von dem erwirtschafteten Geld muss sie mir allerdings die 3600 Rupees (ca. 65 Euro) wieder zurueckzahlen, damit sie auch brav Auftraege annimmt und Verantwortung uebernehmen lernt.

Abends bin ich dann 50km bis Amritapuri gefahren und war dann 13 Tage lang im Amma-Ashram (Sri Amritanandamayi). Da Amma noch auf Suedindientour war, ist es im wunderschoen zwischen Kueste und Backwaters gelegenen Ashram recht ruhig gewesen und ich hatte vom 11. Stock des 15-stoeckigen Hochhauses einen tollen Blick ueber die seinerzeit auch vom Tsumani heimgesuchte Gegend. Ich goennte mir in der Zwischenzeit fuer 270 Dollar eine kurze Ayurvedakur (Panchakarma) und liess mich 7 Tage hintereinander massieren, ins Dampfbad stecken und mir Ghee mit Krauetern in die Nase tropfen (NASYA). Und am 8. Tag gab's dann eine abschliessende Darmreinigung und seither fuehle ich mich recht wohl, zumal ich tags darauf Amma das erste Mal persoenlich gesehen habe und am Sonntag dann auch ihren DARSHAN - ihre Umarmung - bekommen habe. Der Darshan hat bis 2:00 morgens gedauert und fuer mich war es sehr beruehrend, wie liebevoll und geduldig sie mit den vielen Menschen umgegangen ist, die sie Sonn tags besucht haben. In Indien ist sie neben ihrer spirituellen Taetigkeit vor allem auch deswegen bekannt und geachtet, weil sie sehr viele soziale und karitative Einrichtungen und Projekte finanziert (Schulen, Krankenhaeuser, Waisenhaueser, Tsunamihilfe und vieles mehr).

Auch von Amritapuri fiel mir der Abschied recht schwer, da ich im Amma-Ashram fuer fast 2 Wochen einen Ort der Ruhe und der Geborgenheit gefunden hatte, und wo ich auch viele nette und interessante Menschen kennengelernt habe. Nur das Essen war mir im Ashram etwas zu scharf, sodass ich jetzt das koestliche Essen in einem Guesthouse auf den Klippen von VARKALA umso mehr geniesse. Ich habe hier unter Palmen einen schoenen und ruhigen Platz fuer mich und Ganesha ganz in der Naehe des Strandes gefunden und werde nun noch bis Montag in Varkala bleiben und mir dann vom Optiker meine neue Brille (ganze 17 Euro! ) abholen, da mir vor 2 Wochen eine dicke Welle meinige fortgespuelt hat. Und dann geht's weiter nach Trivandrum und nach Cape Comorin, dem suedlichsten Punkt Indiens, von wo es dann fuer mich wieder schoen langsam Richtung Heimat geht!

Ich hoffe, dass ich euch bald mal meine naechsten Fotoalben mailen kann und gruesse euch ganz herzlich mit einem Laecheln auf den Lippen aus dem schoenen Varkala! Euer Mukti

 

Kanyakumari,17.2.08


Liebe Freunde!

KanyakumariIch habe es geschafft! Ich bin vorgestern Abend hier in Kanyakumari - dem ehemaligen Cape Comorin - angekommen und habe somit den suedlichsten Punkt meiner Reise wohlbehalten erreicht. Das letzte Teilstueck war landschaftlich sehr schoen, da hier in Tamilnadu die Berge fast bis zum Meer reichen. Nachmittags habe ich mir noch den groessten Holzpalast Asiens angesehen und abends dann den absolut beeindruckenden Sucindramtempel 25 km vor Kanyakumari besucht. Die Tage zuvor habe ich in den Bergen verbracht, wo es etwas ruhiger und kuehler ist. Dort habe ich eine Teeplantage besucht und Frauen beim Teepfluecken zugeschaut. Als "Gage" fuer die vielen Fotos, die ich mit ihnen gemacht habe, habe ich ihnen einige meiner vielen Brillen geschenkt, ueber die sie sich sehr gefreut haben. Wieder zurueck in Trivandrum habe ich Ganesha nach 30000km Reise 4 neue APOLLO Reifen "Made in India" gegoennt und habe dann in touristischen Kovalam am Strand uebernachtet.

Hier in Kanyakumari habe ich mich fuer 3 Naechte im Vivekanada-Ashram einquartiert (fuer 150 Rupees bzw 3 Euro die Nacht im Einzelzimmer). Hier ist es angenehm ruhig, nur frueh morgens faengt die Musik zum spielen an und das Ashramleben beginnt sih zu regen. Aber jeder kann tun und lassen was er will und es gibt kaum Regeln hier. Gestern habe ich mir den Sonnenuntergang an der Suedspitze des indischen Subkontinents angesehen und die froehliche und unbeschwerte Stimmung der vielen Inder und Inderinnen voll genossen. Heute war ich sowohl morgens als auch abends am Zusammenfluss der Arabischen See und des Golfs von Bengalen und konnte wieder jede Menge tolle Fotos machen. Die Menschen hier lassen sich sehr gerne fotogafieren und lachen sehr viel. Und sie sind im Schnitt sehr viel sanfter und liebenswuerdiger als die Menschen in Nordindien, die Fremden oft wenig Respekt entgegenbringen.

Auf die Fotos von Sueindien muesst ihr leider noch ein wenig warten, aber ihr koennt euch gerne einmal meine Nordindienfotos unter folgendem Link anschauen:

https://fotoalbum.web.de/gast/mukti/Shambhala_Fotos_Nordindien

Das Album ist noch nicht ganz fertig und Amritsar ist stark ueberrepraesentiert. Aber die Atmosphaere dort war einfach fantastisch und ich fuehlte mich absolut gluecklich inmitten all dieser vielen Menschen, die miteinander das Lichterfes gefeiert haben.

So, morge fahre ich weiter Richtung Madurai, wo es die schoensten Tempels Suedindiens zu bewundern gibt. Ich freue mich schon darauf, wuensche euch ebenfalls viel Freude beim Anschauen der Nordindien-Bilder und gruesse euch ganz herzlich aus dem pulsierenden Kanyakumari!
Euer Mukti

PS: Im Anhang gibt es einige Bilder von Kanyakumari!

Puttaparthy, 12.3.2008

Liebe Freunde!

In Kanyakumari, der suedlichsten Stadt Indiens, nutzte ich am letzten Tag noch die Gelegenheit mit einer Faehre zu den beiden suedlich gelegenen Inseln zu fahren. Auf einer Insel befinden sich ein grosser Tempel und das erst vor kurzem erichtete Vivekananda Memorial, auf der anderen eine 96 Fuss (ueber 30m) hohe steinerne Staue eines beruehmten tamilischen Dichters. Danach ging es durch eine wunderschoene und tlw. huegelige Palmenlandschaft, die von Hunderten wenn nicht sogar Tausenden Windraedern gepraegt wird, weiter Richtung Nordosten. Ganz abseits der ueblichen Touristenwege hatte ich wunderbare Begegnungen mit ganz einfachen Menschen, die viel gelacht haben, als sie sich das erste Mal auf dem Monitor einer Kamera gesehen haben.

In Rameswaram genoss ich die heitere Atmosphaere dieses heiligen Ortes, von dem Gott Rama und seine Gefolgschaft laut Ueberlieferung (RAMAYANA) nach Sri Lanka uebergesetzt sind, um seine Frau Sita aus den Haenden des Daemonen Ravanna zu befreien. Viele Leute nehmen in dem nicht ganz sauberen Wasser ihre rituellen Waschungen vor und haben jede Menge Spass Freude beim Baden - und ich beim Fotografieren!

GopuramIn Madurai bestaunte ich den riesigen Meenakshi Tempel mit seinen vielen Tuermen (Gopuras), die alle wunderschoen verziert und bemalt sind. Allerdings darf man als Nicht-Hindu leider - so wie in sehr vielen anderen Tempel in Indien auch! - nicht in den heiligsten Bereich hinein. Und fuer das Fotografieren muss man natuerlich wie in vielen anderen Tempel auch bezahlen. Fuer mich war das Autofahren in der Millionenstadt Madurai wieder mal ziemlich anstrengend, da es von Fahrradrikschas und Transportrikschas nur so wimmelte. Seit Madurai ist es nun leider mit der Ruhe auf den Strassen vorbei und der "Nahkampf" mit wild hupenden und ruecksichtslos ueberholenden Bussen und Trucks hat wieder begonnen. Der Verkehr und der staendige Laermpegel tragen dazu bei, dass ich mich manchmal etwas "Indienmuede" fuehle, aber der naechste Hoehepunkt kommt dann auch wieder meist relativ schnell!

Von der Hitze (31 Grad) und dem irren Grossstadtlaerm versuchte ich mich in den Bergen im 2000 m hoch gelegenen Kodaikanal zu erholen. Landschaftlich ist es dort sehr schoen, aber leider habe ich mich erkaeltet und musste auch wieder mal Medikamente gegen Durchfall nehmen. Von den kuehlen Bergen bin ich dann weiter gefahren nach Trichy, wo es ebenfalls sehr schoene und impossante Tempel zu bewundern gibt. Die grossen Tempel sind allerdings oft sehr kommerziell ausgerichtet, und einige Bereiche sind - wie bereits erwaehnt - fuer Nichthindus leider nicht zugaenglich. Ich habe dann noch viele schoene und interessante Tempel im Sueden von Tamil Nadu besichtigt (Thanjur, Chidambaram) und bin dann in dem ehemals franzoesischen Pondicherry gelandet, das noch etwas franzoesischen Flair ausstrahlt. MatrimandirDort habe ich auch den Ashram und das Grabmal des spirituellen Lehrers und Philosophen Sri Aurobindo und der "Mutter" besucht. Die Franzoesin Mira Alfasa - seine spirituelle Lebensgefaehrt in - hat nach einer Vision von Sri Aurobindo vor genau 40 Jahren das Projekt Auroville ins Leben gerufen. In dieser "Stadt des Zukunftsmenschen" leben derzeit ca. 2000 Menschen nach alternativen und spirituellen Lebensentwuerfen. Das Zentrum dieser Stadt bilden ein wunderschoener alter Banyanbaum und der erst vor kurzem fertiggestellte MATRIMANDIR. Ich hatte Glueck und durfte zur Abendmeditation in den ca. 20m hoher goldfarbener Tempel, der aussieht wie ein Ufo und innen wunderschoen gestaltet ist.

In Tiruvanamalai habe ich dann meinen belgischen Freund Jos wiedergetroffen, mit dem ich vor 6 Jahren in Ladakh den 6120 m hohen Stok Kangri bestiegen habe. Er hat fruehmorgens meinen Bus erkannt und danach sind wir um 6:00 morgens die 14 km rund um den heiligen Berg Arunachala gewandert. Tagsueber haben wir die Hoehlen besucht, in denen der indische Heilige Ramana Maharshi jahrelang meditiert hat, und am spaeten Abend sind wir mit vielen Tausenden Indern und Inderinnen, die das meist barfuss machen, wieder um den ca. 1000m hohen Berg gewandert, um das religioese Fest Shivaratri zu feiern: die Hochzeit des Gottes Shiva mit seiner Gemahlin Parvati. Gemeinsam haben wir uns dann noch einige schoene Tempel in der Pilgerstadt Kanchipuram und den phantastisch angelegten Goldenen Tempel in Sripuram (bei Vellore) angeschaut.

Ich habe mich dann alleine durch die 6 Millionenstadt Bangalore durchgekaempft und bin vor 3 Tagen in Puttaparthy im Ashram des spirituellen Lehrers Sai Baba angekommen, wo es Tausende Menschen aus aller Welt - darunter extrem viele Russen und vor allem Russinnen! - hinzieht. Ich geniesse sowohl die Ruhe und den Friede hier in diesem grossen Ashram als auch das koestliche (westliche) Essen. Aber morgen geht es wieder weiter Richtung Norden nach Hampi, da es hier schoen langsam zu heiss wird! Die kuehleren Berge des Himalaya rufen bereits nach mir!

Liebe Gruesse aus Puttaparthy und Euch allen einen schoenen Fruehlingsbeginn!
Euer Mukti

Darjeeling, 30.3.2008

Liebe Freunde!

Ich bin wieder einmal angekommen - wie schon so oft waehrend meiner nun schon 9 Monate dauernden Reise! Aber dieses Mal ist ein besonderes Ankommen in einer ganz anderen Gegend, mit anderen Menschen und vielem Anderen mehr. Ich bin gestern naemlich in Darjeeling auf 2100m angekommen, nachdem ich vom suedlichsten Punkt Indiens in Kanyakumari in den letzten 40 Tagen fast 6000 km zurueckgelegt habe. Manche km - wie z.B. in Andra Pradesh - auf phantastischen Autobahnen, andere wieder auf Strassen, wie sie ihr euch in eurer wildesten Phantasie nicht vorstellen koennt. Im 1. Gang heisst es dann Slalom fahren, um mit meinem braven Gani nicht in den riesigen Schlagloechern zu verschwinden. Und dann wieder mal eine Vollbremsung hinlegen, wenn ein verrueckter Busfahrer gegen jede Vernunft wieder mal absolut riskant und brutal ueberholen muss, um dann vielleicht 100m weiter einen Passagier aussteigen zu lassen!

victoria_memorialAber was soll's, ich habe es geschafft und bin auch der Verkehrshoelle in Kalkutta entronnen. Dort hatte ich allerdings ein besonders beruehrendes Erlebnis: Nach dem Besuch des wichtigsten Tempels, der der Goettin Kali gewidmet ist, und wo es von geschaeftstuechtigen Priestern, Verkaeufern und Bettlern nur so wimmelt, und wo man von Ruhe und Frieden nur wenig verspueren vermag, bin ich ein paar hundert Meter weiter in das Altenheim der Mutter Theresa gegangen und war ganz ueberwaeltigt von der Atmosphaere in den beiden grossen Raeumen, wo jeweils an die 50 aeltere und kranke Menschen auf ihren Matrazen liegen und von Schwestern und Freiwilligen aus aller Welt liebevoll betreut und gepflegt werden. Bei all dieser Liebe und dem Respekt, dem man dort den Kranken und Alten entgegenbringt, konnte ich meine Traenen nicht zurueckhalten, da mich das alles unglaublich tief beruehrte, da alles so echt und unmittelbar ist. Das ganze religioese Getue in den Tempel hingegen ist mir da plo etzlich nur wie eine Show vorgekommen, bei der es sehr oft nur ums Geld geht. Das klingt jetzt sehr hart, aber sehr viele Hindu-Priester muessen eben ihr Leben mit Spenden (Donations) finanzieren und die Menschen bei Laune halten.

HampiJa, mit den heissen Tagen in der Ebene ist es nun vorbei und heute Nacht hatte ich auf einem Aussichtsberg auf 2500 m (Tiger Hill) nur mehr 9 Grad in meinem Bus, der mich brav von Puttaparthy, wo ich ja einige angenehme Tage im Ashram von Sai Baba verbracht habe, nach Hampi gebracht hat, wo es die fantastischen Monumente und Ueberreste der ehemaligen Hauptstadt Vijayanagar in einer traumhaft schoenen Gegend zu bestaunen gibt. Von dort ging es ueber gute und ruhige Strassen ins muslimisch gepraegte Hyderabad und in die nahe gelegene Festung Golconda. Dort hatte ich ein kurzfristig sehr frustrierendes Erlebnis, als ich von der Stadtmauer aus einen Jungen gesehen habe, der auf mein neben einem Haus geparktes Auto geklettert war, um was zu klauen. Ich konnte ihn vertreiben, war aber ziemlich verstoert, weil ich bisher in Indien nie irgendwelche Sicherheitsprobleme gehabt hatte. Tags darauf machte ich einen interessanten Abstecher in die Ramoji Film City. in der jede Menge indische Movies hergestellt werden, und deren Areal anscheinend groesser als das der Filmmetropolen Mumbai oder Hollywood ist.

Indian PeopleIm oestlichen Bundesstaat Andra Pradesh habe ich dann die vielen herrlichen und ruhigen Autobahnkilometer genossen, um dann in Orissa wieder mal auf einer katastrophalen Strecke nachts kaum voran zu kommen. Gott sei Dank tauchte zur rechten Zeit eine von ganz wenigen "Autobahnraststaetten" (A1 Plaza) auf, wo ich uebernachtete, und naechsten Tag habe ich dann ganz nette Menschen in einem kleinen Dorf kennengelernt, die mir ihre Tempel gezeigt haben und mich und meinen Gani auch etwas mit Farbe beschmiert haben, da an diesem Tag gerade das HOLI-Farbenfest gefeiert wurde. Abends kam ich dann im heiligen Puri an, wo ich den wunderschoenen Jagannath-Tempel leider nur von aussen bestaunen durfte, da er von Nicht-Hindus nicht betreten werden darf. Hier kann ich mir einen kleinen Seitenhieb auf die Toleranzfaehigkeit mancher Inder nicht verkneifen: Als die damalige Premierministerin Indira Gandhi den Tempel besuchen wollte, verwehrte man sogar ihr den Zutritt mit der Begruendung, dass ihr Mann MOSLEM sei!!! Tags darauf besuchte ich den wirklich sehenswerten aber leider teilweise zerstoerten Sonnentempel in Konark, wo ich zu meiner Ueberraschung den Hollaender Wilbert wiedergetroffen habe, den ich das erste Mal im Iran und danach in Islamabad getroffen hatte. Er ist im Wesentlichen die gleiche Route wie ich gefahren (von Uzbekistan ist er dann allerdings weiter nach Tadschikistan, Kirgisistan, China und Pakistan) - aber mit dem Fahrrad!!! Und er hat Indien ueberlebt - er ist nur einmal gestuerzt, nachdem ihn ein anderer Radfahrer von der Fahrbahn gedraengt hatte. Aber viele Male musste er von der Fahrbahn, denn als Radfahrer bist du in der Strassenhierarchie der Letzte! Mir geht es da mit meinem schweren Gani gluecklicherweise um Einiges besser!

In Bhubaneshwar, der Hauptstadt des relativ armen Orissas, gab es dann wieder jede Menge wunderschoener Tempel zu bestaunen, die ganz anders aussehen als die Tempel Suedindiens. Und in Kalkutta war ich erstaunt, als ich fruehmorgens ohne Probleme in die Stadt reingekommen bin und gleich das beruemhte Viktoria Memorial gefunden habe. Die Fahrt mit der Faehre zum beruehmten Howrah Bahnhof mit der riesigen Howrah Bruecke ueber den Hoggly Fluss (ein Seitenarm des Ganges) war auch recht beeindruckend und insgesamt machte Kalkutta einen positiven Eindruck auf mich. Wenn da bloss ncht die vielen Bettler und der Wahnsinnsverkehr waeren!!! Dafuer war der Kali Tempel in Dakshineswar am Ganges, wo der indische Heilige Ramakrisna gelebt hat, und die Ramakrisna Mission mit dem Vivekananda Tempel am anderen Flussufer ebenfalls sehr beeindruckend.

Die 700 km nach Darjeeling waren dann tlw. recht muehsam wegen den schlechten Strassen, aber dafuer sind die Menschen hier in den Bergen sehr freundlich und angenehm. Viele von ihnen kommen aus Nepal und viele von ihnen sind Buddhisten. Ich habe mich heute in einem der vielen Kloester sehr wohl gefuehlt, als ich die riesigen Gebetstrommeln bewegt habe und bin nach den vielen Reisetagen wieder etwas zur Ruhe gekommen. Und bei einer guten Tasse Darjeelingtee, auf die ich mich schon lange gefreut hatte, konnte ich dieses Gefuehl noch vertiefen. Den schnaufenden Toytrain - also die Schmalspurbahn von Siliguri nach Darjeeling - konnte ich schon bewundern und heute habe ich mit vielen Hunderten frierenden Menschen einen schoenen Sonnenaufgang gesehen. Ich bin allerdings mit meinem Bus auf einem Superplatz, auf den ich letzte Nacht uebernachtet hatte, inmitten all der Menschen gestanden und hatte es im Bus relativ warm und vor allem windstill. Und zum Fotografieren bin ich dann aufs Dach geklettert. So macht das Reisen mit dem eigenen Auto Freude!

So, genug erzaehlt und geschrieben. Ich hoffe, das ich euch nicht gelangweilt habe mit dem vielen Erzaehlungen und freue mich schon auf Sikkim, fuer das ich schon ein Permit in der Tasche habe.

Herzliche Gruesse aus dem derzeit etwas zu kalten Darjeeling senden euch
Mukti + Gani

Gangtok, 14.4.2008

Der Tee in Darjeeling hat koestlich geschmeckt und auch die Fahrt mit der Schmalspurbahn war recht lustig. Naechsten Tag war es mit dem Spass aber leider etwas vorbei, da ich in einem guten Restaurant schlechtes Essen bekommen und damit wieder einmal Durchfall gekriegt habe. Nachdem der Durchfall recht hartnaeckig war, habe ich im Krankenhaus in Kalimpong fuer 10 Rupees (ca. 20 Cent!) eine Stuhluntersuchung machen lassen. Die Amoeben haben wir dann mit den richtigen Medikamenten wieder schnell losgekriegt und seither schmeckt das lokale Essen wieder sehr gut: vor allem Momos (Teigtaschen gefuellt mit Kraut) und Thupka (Nudelsuppe mit Gemuese).

Sikkim Mountian Berge und Kloester habe ich inzwischen schon sehr viele gesehen in Sikkim, nur leider kommt man hier nur sehr langsam voran, da es staendig bergauf und bergab geht (von 2000m wieder runter auf 400m usw.)! Die Menschen hier sind sehr freundlich, nur vom Wetter bin ich etwas enttaeuscht, da es vor allem nachmittags und abends viel regnet und die Sicht nicht besonders gut ist. Da heisst es dann eben bald aufstehen (6:00), um die fruehen Sonnenstunden zu nutzen! Heute habe ich uebrigens von Gangtok aus ganz kurz den ueber 8500m hohen Kanchendjonga gesehen - echt schoen!

Ich fuehle mich in den Bergen sehr wohl und werde heute nach Nepal aufbrechen, um den von den tlw. sehr schlechten indischen Strassen geplagten Gani in Kathmandu ein Service zu goennen und dannn (alleine!) einige Wochen lang um das Annapurnamassiv zu trekken, um dann endlich in den heiligen Ort MUKTINATH zu gelangen, der auf ca. 3500m liegt und sowohl fuer Hindus als auch fuer Buddhisten heilig ist.

Danach werde ich in Indien einen 10 taegigen VIPASSANA Meditationskurs machen und spaeter dann zwischendurch etwas Zeit haben, um all jenen von euch, die Interesse an guenstigen und guten Raeucherstaebchen habe, diese per Post zu schicken. Die Packerl kommen per Luftpost und sind nach Bestellung und Zahlungseingang auf mein Konto bei der Raika in Schenkenfelden (BLZ 34277, Konto-Nr. 2214906) in ca. 1-2 Wochen bei euch zuhause. 30 g NAGCHAMPA oder SHIVRANJANI kosten 2 Euro (billigster Anbieter bei Ebay 2,50 Euro) und bei einer Bestellsumme ab 50 Euro fallen fuer euch keine Versandkosten an. Ich hoffe, Ihr nuetzt diese guenstige Gelegenheit, um ganz easy zu guten Raeucherstaebchen zu kommen und damit auch meine Reisekasse etwas aufzubessern. Gott sei Dank ersetzt mir meine VISA-Reiseversicherung 80 % meines im Dezeber gestohlenen Laptops - habe ich vorgestern erfahren und das gleich darauf mit einem deutchen Traveller bei 2 Bierchen gefeiert!

Ja, und Anfang Juli werde ich mit meinem guten Ganesha zu einer wunderschoenen Reise nach SPITI und LADAKH aufbrechen. Das tibetisch und buddhistisch gepraegte Spiti Valley (ca 3500m hoch gelegen) mit seinen vielen alten Kloestern ist noch ein echter Geheimtip und fuer mich die schoenste und interessanteste Gegend Indiens. Ich moechte all jenen, die gerne einmal auf ungewoehnliche und abenteuerliche Weise diesen wunderschoenen Teil der indischen Bergwelt entdecken wollen, die Moeglichkit bieten mit mir mitzufahren und die wirklich einzigartigen Eindruecke mit mir zu teilen. Ich habe noch 3 Plaetze in meinem Bus frei und die 3 woechige Reise wird inkl. Flug nur ca. 1500 Euro kosten. Bei Interesse meldet euch bitte per Mail bei mir - danke!

Ja, jetzt werde ich noch zur Post gehen und einige Fotos an indische "Fotobekanntschaften" verschcken, und danach nach Nepal aufbrechen. Bin schon gespannt, was da auf mich zukommt, denn vor ein paar Tagen haben die Maoisten de Wahlen gewonnen. Einen Bekannten von mir, der mit eigenem Auto und Familie in Ostnepal unterwegs war, haben sie vor einigen Monaten 2 Wochen lang festgehalten und ihn gezwungen, einen toten Soldaten zu fotografieren. Aber in ihrem Siegestaumel werden sie mich sicher in Ruhe lassen - hoffe ich zumindest! Ansonsten gibt es auf jeden Fall eine spannende Story zu berichten!

(Letzte) liebe Gruesse aus Gangtok!
Mukti + Gani

       
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