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Idee und Vision

Wieso zieht es mich ausgerechnet immer wieder nach Indien? Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn immerhin bin ich nun schon das 4. Mal in diesem riesigen Land mit ueber 1 Milliarde Einwohner. 1986 war ich zum ersten Mal mit einem Freund da, das 2. Mal 1992 mit meiner Mutter und meinem Bruder, und das letzte Mal war ich 2002 fuer 5 Monate in den Bergen Nordindiens unterwegs und habe in Ladakh meinen ersten Sechstausender bestiegen – den Stok Kangri mit 6120m.

Die Idee, wieder mal nach Indien zu fahren, ist mir im Dezember 2006 waehrend eines Diavortrages gekommen, den ich ueber diese Reise gehalten habe. Urploetzlich haben mich das Fernweh und die Abenteuerlust gepackt, und ich wollte wieder mal auf grosse Fahrt gehen. Dieses Mal wollte ich aber keinen mind. 20 kg schweren Rucksack mehr schleppen und auf dem Weg dahin auch noch andere, mir noch unbekannte Laender wie Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Pakistan kennenlernen, um mir selber ein Bild von diesen muslimisch gepraegten Laendern zu machen, die von den westlichen Medien meist sehr negativ dargestellt warden. Namen wie Esfahan, Shiraz, Persepolis, Buchara, Samarkand oder Lahore hatten fuer mich schon immer einen ganz besonderen Klang und ich wollte die Magie dieser Staedte endlich einmal selber erleben. Kurzentschlossen habe ich mir einen 15 Jahre alten VW Bus mit Allradantrieb gekauft, um meinen Wunsch zu realisieren. Und diesen Bus habe ich beladen mit alten und bei uns nicht mehr benoetigten Brillen, um auch etwas Gutes zu tun und diese Brillen im Laufe meiner Reise als Gastgeschenke an beduerftige Menschen zu verteilen. Ich sehe mich als Langzeitreisender naemlich auch als Brueckenbildner zwischen West und Ost, der durch persoenliche Begegnung mit Menschen deren Kultur, Lebensweise und Religion kennenlernen will und mit ihnen den Dialog sucht, um vielleicht das eine oder andere Missverstaendnis oder Vorurteil aus dem Weg raeumen sowie Verstaendnis fuer andere Denkweisen und Werthaltungen schaffen zu koennen.

Und als Soziologe, der sich seit langer Zeit mit dem Thema Religion und Spiritualitaet beschaeftigt, interessiert mich neben dem taeglichen Leben der Menschen in den zu bereisenden Laendern vor allem auch das religioese Leben in den asiatischen Laendern, wo Religion im Gegensatz zu den westlichen Gesellschaften immer noch wichtiger und sichtbarer Bestandteil des oeffentlichen Lebens ist.

Ich werde also waehrend meiner Reise ganz bewusst heilige Plaetze und Pilgerzentren aufsuchen, um Menschen bei ihren religioesen Taetigkeiten und rituellen Handlungen zu beobachten, diese durch Fotos zu dokumentieren, und anschliessend versuchen das Gemeinsame und Verbindende dieser kultischen Handlungen herauszuarbeiten. Ich moechte aber nicht nur Beobachter bleiben, sondern auch selber die Atmosphaere dieser Plaetze und Kultstaetten erleben – und soweit dies moeglich ist – auch aktiv am religioesen Leben teilhaben. So gesehen ist meine Reise auch eine Pilgerreise, eine Reise auf der Suche nach Begegnung mit anderen Menschen, anderen Laendern, Kulturen, Weltanschauungen und vielem mehr.

Es ist gleichzeitig auch eine Abenteuerreise, da ich durch unbekannte Laender reisen werde, wo wahrscheinlich Herausforderungen aller Art auf mich warten werden. Es koennen Verwicklungen politischer Art entstehen oder technische Probleme mit dem Auto auftauchen. Ich sehe aber inzwischen Probleme und Herausforderungen als Chance zu persoenlichem Wachstum und Entwicklung, und so gesehen ist diese Reise fuer mich auch so etwas wie die Suche nach dem sagenumwobenen Heiligen Gral, auf dessen Suche sich Parzival (der “Heilige Narr”) gemacht hat. Fern seiner Heimat muss Parzival sich im Leben bewaehren, muss Abenteuer aller Art bestehen und geht schliesslich aus dem Kampf mit dem Schwarzen Ritter, der seine eigenen Schattenanteile verkoerpert, siegreich hervor. Gestaerkt und gelaeutert durch die bestandenen Pruefungen und Abenteuer und den damit verbundenen Erkenntnissen und Einsichten findet er nun den Heiligen Gral, und auf seine Frage, wem der Gral dient, erhaelt er zur Antwort, dass dieser fuer die Gemeinschaft da ist.

Nun, ich bin nicht Parzival, aber Parzival steht stellvertretend fuer viele Maenner, die auf der Suche nach ihrer Maennlichkeit, ihrer Kraft und ihrer (wahren) Identitaet sind. Meinem Verstaendnis nach ist im Grunde genommen jeder Mensch auf der Suche nach der Begegnung mit sich selber, und meine Reise soll mich nach Shambhala fuehren, einem Ort des Friedens, der Harmonie und des Gluecklichseins. Laut uralter buddhistischer Ueberlieferung liegt dieses sagenumwobene Shambhala irgendwo zwischen dem Himalaya und der Wueste Gobi und wird von spirituell hochentwickelten Wesen bevoelkert, die die Geschicke unseres Planeten lenken.

Ich hoffe, dass ich waehrend meiner 16-monatigen Reise hin und wieder ein kleines Shambhala entdecken werde, also einen Ort, wo ich willkommen bin, wo ich mich wohlfuehle und die Schoenheit und Vielfalt unseres Planeten geniessen darf. Die Bilder und Eindruecke von diesen kleinen Shambhalas - aber natuerlich auch von anderen Sehenswuerdigkeiten -moechte ich waehrend meiner Reise hin und wieder in Form von Berichten und Bildern in Zeitungen und Zeitschriften weitergeben und spaeter auch ein Buch darueber schreiben. Nach meiner Rueckkehr werde ich dann mein Wissen und meine Erfahrungen vor allem in Form von Multimediashows weitergeben, um dadurch einerseits der Gemeinschaft zu dienen und andererseits zu versuchen Verstaendnis fuer andere Kulturen und Weltanschauungen zu schaffen. Gleichzeitig moechte ich aber auch andere Menschen inspirieren, sich ebenfalls auf die Suche nach ihrem ganz persoenlichen Shambhala zu machen, fuer das man aber nicht unbedingt um die halbe Welt reisen muss, denn das wahre Shambhala findet sich im Herzen jeden Menschens!

       
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